Kampfesspiele – eine Möglichkeit der Jungen- und Männerarbeit
Jungs kommen oft über ihren Körper in Kontakt, sei es durch Anstoßen, Rempeln oder ein spezielles Begrüßungsritual. Aber Rangeln und Raufen ist eine Möglichkeit in Kontakt zu kommen, sei es mit dem Vater, den Geschwistern oder anderen Burschen.
Die meisten Jungs lieben diesen dynamischen kraftvollen Körperkontakt, über den Körper begegnen sie ihrer Kraft und sich selbst. Eine Methode, die dieses spezifische Bedürfnis genau trifft, sind die Kampfesspiele. Sie gehen auf Josef Riederle vom Bildungsinstitut Kraftprotz in Kiel zurück, der diese als Methode der Gewaltprävention in der Arbeit mit Jungs entwickelt hat.
Der hohe Wert einer Methode entsteht erst durch die Art der Anwendung, durch die Anleitungskompetenz des Leiters, durch die Haltung den Jungs gegenüber. Deshalb ist Kampfesspiele auch eine geschützte Wortmarke und nur Personen, die die Anleiterweiterbildung mit 72 UE absolviert haben, dürfen ihn nutzen.
Kampfesspiele beinhaltet zwei sich scheinbar widersprechende Begriffe und ist es wert genauer betrachtet zu werden: Es geht hier einerseits um Kampf, aber nicht im Sinne von Zerstörung und Verletzen, sondern im Sinne von sich messen oder Wettstreit, bei dem es auch darum geht zu gewinnen, vor allem aber darum, sich anzustrengen und die ganze Kraft einzusetzen.

